Ratgeber / Druckdaten für Fahnen richtig anlegen

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Druckdaten für Fahnen richtig anlegen

Kurz gesagt. PDF, AI oder EPS mit Vektoren und Schriften in Pfaden, Farben in CMYK, 3 cm Anschnitt rundum und 5 cm an der Mastseite. Eine Mindestauflösung gibt es nicht: Wir skalieren hoch, für ein Banner von 5 × 10 Metern reicht eine Datei von 5 × 10 Zentimetern.

Warum die Datei kleiner sein darf, als Sie denken

Für Prospekte gelten 300 dpi als Standard. Bei einer Fahne wäre das absurd: Eine Datei für 150 × 400 cm hätte dann eine Kantenlänge von fast 18.000 Pixeln. Entscheidend ist nicht die Auflösung, sondern der Betrachtungsabstand — und der wächst mit dem Format.

Deshalb sinkt die nötige Auflösung, je größer die Fahne wird. Wir skalieren jede Datei hoch. Für ein Fassadenbanner von 5 × 10 Metern genügt eine Datei von 5 × 10 Zentimetern, weil niemand mit der Nase davor steht.

Am besten sind trotzdem Vektoren. Ein Logo als AI oder EPS lässt sich beliebig skalieren, ohne dass die Kanten weich werden. Wandeln Sie Schriften vorher in Pfade um, sonst ersetzt unser System sie durch eine andere Schrift.

Anschnitt und Sicherheitsabstand

Rundum brauchen wir 3 cm Anschnitt, an der Mastseite 5 cm. Dort verschwindet Material im Saum oder unter dem Besatzband. Wer randlos anlegt, bekommt an drei Kanten eine weiße Blitzer-Linie und an der vierten ein angeschnittenes Logo.

Umgekehrt gilt: Wichtige Elemente gehören mindestens 6 cm von der Kante weg. Die Auswehkante einer Fahne ist der Bereich, der am stärksten verschleißt — ein Schriftzug, der dort endet, ist als Erstes unleserlich.

EndformatBetrachtungsabstandDatei reicht ab
Tischfahne, Wimpelunter 1 m150 dpi im Endmaß
Hissfahne am Mast5 bis 20 m30 dpi im Endmaß
Kranfahne, Megafahne30 m und mehr10 dpi im Endmaß
Fassadenbanner50 m und mehr3 dpi im Endmaß

Die drei Fehler, die man erst am Mast sieht

Zu viel Detail. Feine Linien, Fließtext und Verläufe mit wenig Kontrast verschwinden im Wind. Auf einer Fahne zählt Fernwirkung: große Flächen, klare Formen, wenige Wörter.

Logo in der Mitte. Bei einer Hissfahne hängt die untere Hälfte bei Windstille zusammen. Das Kernmotiv gehört ins obere Drittel, sonst ist es die Hälfte des Jahres nicht zu sehen.

Durchscheinen vergessen. Einlagiger Druck zeigt die Rückseite spiegelverkehrt. Bei einem Logo fällt das kaum auf, bei Text schon. Wer beide Seiten seitenrichtig braucht, bestellt doppellagig mit blickdichter Zwischenlage.

Wo die Hochskalierung an Grenzen stößt

Zwei Dinge vertragen das Vergrößern schlecht. Feine Schrift verliert zuerst ihre Kanten — wenn auf Ihrem Motiv Kleingedrucktes steht, brauchen wir mehr Auflösung oder besser eine Vektordatei. Und ein Bild mit sichtbaren Kompressionsfehlern wird beim Hochskalieren nicht besser, sondern schlechter, weil die Fehler mitwachsen.

Beides sehen wir im Datencheck und sagen es Ihnen vorher. Niemand druckt bei uns ein Motiv, von dem wir wissen, dass es am Mast schlecht aussieht.

Was wir prüfen, bevor gedruckt wird

Jede Datei geht durch einen Datencheck: Auflösung, Farbraum, Anschnitt, Saumlage. Das kostet nichts, und was sich reparieren lässt, reparieren wir. Danach bekommen Sie eine Druckvorlage mit eingezeichneten Maßen per Mail.

Erst nach Ihrer Freigabe geht die Fahne in den Druck. Bis dahin lässt sich alles ändern — auch das Format.

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