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Fast alle Reklamationen bei Fahnen haben dieselbe Ursache: Der Stoff passt nicht zum Standort. Eine Fahne ist ein Verschleißteil, aber sie sollte nicht nach einer Saison durch sein. Am Mast auf freiem Feld, an einer Hausecke im Zug oder an der Küste wirkt eine geschlossene Fahne wie ein Segel — die Auswehkante schlägt, die Naht arbeitet, irgendwann reißt sie.
Lochfilet löst das, indem es einen Teil des Windes durchlässt. Die Fahne steht ruhiger, die Last auf Naht und Mast sinkt spürbar. Der Preisunterschied liegt bei wenigen Euro pro Quadratmeter, die Standzeit unterscheidet sich um ein Vielfaches.
In Messehallen, Veranstaltungsräumen und vielen öffentlichen Gebäuden verlangen die Betreiber schwer entflammbares Material nach DIN 4102 B1. Das ist keine Empfehlung, sondern Voraussetzung für die Abnahme. Das Zertifikat legen wir der Lieferung bei.
Im Freien ist B1 nicht vorgeschrieben. Wer ohnehin beides braucht — draußen am Mast und drinnen auf der Messe — fährt mit einem B1-Stoff für alles einfacher.
Wo dauerhaft hohe Wetterlast herrscht, ist das Schiffsflaggentuch die richtige Wahl. Es ist geflochten statt gewebt, deutlich robuster und entsprechend teurer. Die Druckbreite beträgt allerdings nur 160 cm; breitere Fahnen entstehen dann aus mehreren vernähten Bahnen.
Für Fahnen, die dauerhaft hängen bleiben und nicht jede Saison getauscht werden sollen, gibt es außerdem einen Longlife-Stoff mit Wabenstruktur und rund 30 Prozent längerer Standzeit als üblicher Fahnenstoff.
Kommunen und größere Unternehmen haben zunehmend Vorgaben zur Beschaffung. Dafür gibt es einen recycelten Stoff aus PET, PVC-frei und nach OEKO-TEX Standard 100 zertifiziert, ebenfalls mit B1-Ausrüstung. Er kostet etwas mehr als der Standard und lässt sich in Vergabeunterlagen sauber belegen.